Szeged – Fischsuppe und eine nette Runde

Wir fahren nach Szeged, einer kleinen ungarischen Studentenstadt und sind wieder von einem Couchsurfer, Viktor, eingeladen worden bei ihm zu übernachten. Viktor muss bis abends arbeiten, so dass wir tagsüber Zeit haben die Stadt zu erkunden. Als wir zum Fluss gelangen, glauben wir unseren Augen kaum zu trauen: Am ganzen Ufer entlang stehen Buden und Menschenmassen amüsieren sich auf etwas, das für uns zunächst wie ein Volksfest aussieht. Nach wenigen Metern im Getümmel bleibt uns immer noch der wahre Grund des Festes verwehrt, und trotz eifrigen Rätselns wären wir nie auf die erfragte Antwort gekommen: Es läuft ein Wettkampf um die beste Fischsuppe Szegeds – selbstverständlich gleich mit entsprechenden Büdchen und Livemusik zu einem richtigen Festival aufgewertet. Schon am frühen Nachmittag schwankt ein deutlicher Anteil der Besucher sehr stark. Zurückzuführen ist das auf den deutlichen Anteil an Palinka-Büdchen (Palinka – das ist ungarischer Obstler, in vielerlei Variation zu haben). Na dann – wir lassen uns in der Menge treiben.

Nicht weit ab von dem Getümmel treffen wir auf einen „forgotten place“. Die sowjetisch anmutende Ruine einer alten Disco lockt uns an und wir steigen durch ein verbogenes Gitter ein. Tolle, unheimliche Stimmung und ein paar Fotomotive sind unsere Belohnung.

Abends treffen wir Viktor, der noch einen weiteren deutschen Couchsurfer, Philipp, eingeladen hat. Wir kaufen uns ein paar Bier im Liquor Store und es zieht uns wieder zur Fischsuppenfete. Unterwegs treffen wir noch Darko, der eigentlich unser Couchsurfing Host in Belgrad sein wollte, allerdings kurzfristig nach Szeged musste um etwas zu erledigen. So sind wir eine ganz anständige Couchsurfing-Gruppe. Wir unterhalten uns sehr lange und gehen später noch bei ungarischer Live-Musik unter einer Brücke tanzen. Texte wie „Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, danach acht Stunden Spaß“ passen super zu der Keyboard-Saxophon-Kombo, und wir zappeln leidenschaftlich mit.

Budapest- Glanz und Gloria aus königlichen Zeiten – gewürzt mit dem Glitter der Moderne

Wenige europäische Städte verdienen den Titel Metropole so wie Budapest. Die einzigartige Melange, bestehend aus fein verzierten Marmorsäulen, prächtigen Plätzen, Türmen, schicken Cafes, Bars, Restaurants jeglicher Couleur, bunten Menschenmassen und allgegenwärtigen Live-Musik-Klängen hinterlässt bei uns ein wohliges Gefühl beim Bummeln durch die Straßenzüge. Besonders gefällt uns das Café Szimpla, das einen ähnlichen verrückten Charme ausstrahlt wie das alte Tacheles in Berlin. Zahlreiche Kunst (und auch „kann weg“) Installationen zieren die Räume. Es gibt viel zu entdecken. Ein echter Tip für jeden, der die Stadt besucht.

Cafe Szimpla

Ansonsten laufen wir die Sehenswürdigkeiten, allen voran die Burg auf der Buda-Seite mit ihren fantastischen Ausblicken, zu Fuß ab.

Abends lassen wir es uns im lebhaften jüdischen Viertel auf der Pest-Seite mit seinen zahlreichen Bars und Restaurants gut gehen und den schönen, sonnigen Tag ausklingen.