Ohrid – Widerstehen ist zwecklos!

Aber dann kommen wir nach Ohrid. Schon die schöne Strecke durch den Mavrovo-Nationalpark lässt uns nach dem Hauptstadtdesaster aufatmen, und die strahlende Sommersonne macht das gestern Erlebte wieder wett. Der Nationalpark wartet mit einem schönen umwaldeten See auf. In einer verlassenen Kirche, die sie mitten im See geparkt haben, finden wir eine süße Hündin, die sich gleich in Christian verliebt und uns nicht mehr verlässt.

Ohrid erreichen wir spätnachmittags und sind schon bei der Anfahrt fasziniert. Begeistert dann erst, als wir zu Fuß unterwegs sind, denn die steilen, engen Gassen verlangen dem Auto und dem Fahrer volle Kraft ab. Die Stadt ist auf Hügeln gebaut, die direkt in den Ohrid-See enden: Es gibt eine alte Burgruine und schöne kleine Gassen voller alter Autos zu besichtigen, die Stadthäuser weiter unten haben eine spezielle Architektur und überall schallt mazedonische Live-Musik aus den vielen Bars und Restaurants.

Es geht sehr touristisch zu, aber die Stadt bleibt übersichtlich und klein, so dass es nicht nervt. Wunderschönes Wahrzeichen Ohrids ist die auf einen Felsen gebaute orthodoxe Kirche Sv. Jovan Kaneo aus dem 15. Jahrhundert, die über den See wacht. Bei diesem Anblick kann keiner widerstehen und wir geben ein wohliges „Hach, wie schön!“ von uns.

Am nächsten, warm sonnigen Tag gehen wir die Burgruine hinauf und werden mit einem 360-Grad-Blick auf Stadt, See und bewaldete Berge belohnt. Wo man hinschaut, ist es schön, und unten auf kleinen Betonstreifen zwischen den Gassen sieht man Leute sich sonnen und in den – übrigens sehr klaren – See hüpfen.

am Seeufer

am Seeufer